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„Drinnen und draußen“

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„Drinnen und draußen“, so heißt die neue Ausstellung, die am Sonntag, 16. Mai 2021, 15 Uhr, eröffnet wird. Gezeigt werden Original-Fotografien von den Anfängen um 1850 bis ca. 1900. Im Mittelpunkt stehen Atelier- und Wanderfotografen.

 Die Ausstellung umfasst einen Teil der fotohistorischen Sammlung von Helmut Wildberger. In den letzten 20 Jahren hat der leidenschaftliche Sammler eine einzigartige Sammlung historischer Fotografien zusammengetragen.

Kaum ein anderes Medium als die Fotografie und in der Folge Film und Fernsehen hat unsere Seh- und Sichtgewohnheiten – wie auch unsere Lebensgewohnheiten – so gravierend verändert.

Nicht die Höhepunkte der Kunstfotografie stehen im Vordergrund, sondern Alltagsprodukte, auch nicht „perfekte“ Fotos. Die gezeigte Bilderflut ist beabsichtigt, um bei den Besuchern eine nicht stillbare Sehlust auszulösen.

Eröffnet wird die Ausstellung von em. Univ. Prof. Dr. Roman Sandgruber, Präsident des Verbundes OÖ Museen.

Bereits am Mittwoch, 12. Mai 2021, ab 18 Uhr, gibt es einen Expertentermin für Liebhaber alter Fotografien.

 

 

 

 

 

 

30 Jahre Verein

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Am 15. März 1991 wurde der Heimat- und Kulturverein als Trägerverein des Museums gegründet. Gründungsobmann war Regierungsrat Alois Scheuwimmer (1925 – 2007) und Obmann Stv. Ing. Erwin Meisel (1926 – 2003).

Im derzeitigen Vorstand ist Sieglinde Kinzl Kassierin und sie ist seit Gründung des Vereines in dieser Funktion. Ein großes DANKE.

Heuer wird ein Teil der fotohistorischen Sammlung von Helmut Wildberger gezeigt. In den letzten 20 Jahren hat der leidenschaftliche Sammler eine einzigartige Sammlung historischer Fotografien zusammengetragen. Bei der Ausstellung sind Fotografien von Atelier- und Wanderfotografen, von den Anfängen bis ca. 1900, zu sehen.

Coronabedingt erfolgen Geburtstagsfeier und Saisonstart erst anlässlich des Internationalen Tag des Museums am Sonntag, 16. Mai 2021, 15 Uhr.

 

Foto: Gründungsobmann RR Alois Scheuwimmer (links), weiters am Foto LH a.D. Josef Ratzenböck, Bgm. a.D. Anton Scheuwimmer und Museumsobmann Reinhold Klinger

Wir sind im Freien Radio Freistadt!

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Wir haben auch eine Sendung im Radio! Es freut uns wirklich, dass wir eingeladen wurden,  im Rahmen der Serie „Altes und Neues im Mühlviertel“ monatlich eine Stunde zu gestalten. Zu hören ist die Sendung am jeden dritten Mittwoch im Monat um 9.00 Uhr und am darauffolgenden Sonntag um 11.00 Uhr. Jederzeit natürlich auch im Internet unter folgenden Links:

April 2020: Der dritte Teil von Herbert Fitzingers Jugenderinnerungen, diesmal gelesen von Erwin Zeinhofer: https://cba.fro.at/496817

März 2020: 30 Jahre Heimat- und Kulturverein Pregarten – der Obmann des Vereins, Reinhold Klinger ist zu Gast: https://cba.fro.at/493248

Februar 2020: 100 Jahre SPÖ Pregarten – der Autor Andreas Prandstötter stellt die von ihm erstellte Chronik der Sozialdemokraten in Pregarten vor: https://cba.fro.at/489579

Jänner 2020: nochmals Herbert Fitzinger mit weiteren Geschichten aus seiner Kinder- und Jugendzeit: https://cba.fro.at/486744

Dezember 2020: Herbert Fitzinger hat seine Erinnerungen an die Jugendzeit in der Tragweiner Straße niedergeschrieben – Pregartner Originale leben wieder auf: http://cba.fro.at/482579

November 2020: weitere Dokumente aus dem Stadtarchiv, darunter das Protokoll der bautechnischen Kirchenuntersuchung und das Interdict von Pregarten: http://cba.fro.at/478639

Oktober 2020: Von der Mauteinhebung bis zur kaiserlichen Wochenmarkt-Bewilligung, dazu ein Heiratskontrakt und eine Schenkung für den Benefiziaten – Bedeutende Urkunden aus der Geschichte Pregartens : https://cba.fro.at/474758

September 2020: Günter G. Krenner, der Dichter aus Hagenberg, liest aus seinem neuen Buch „Menschenschlag“ : https://cba.fro.at/464900

August 2020: Die Geschichte von Dora Epstein, der einzigen Jüdin in Pregarten: https://cba.fro.at/462462

Juli 2020: Ein Rundgang durch Pregarten zur Watzl-Villa, der Eisenbahnbrücke und zum Herrenbad: https://cba.fro.at/459498

 

 

 

Postkarte aus Pregarten – ca. 1900

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Eine besonders interessante Correspondenz-Karte der Kunstanstalt Karl Schwidernoch aus Wien, mit Bildern von Prägarten, Wartberg, Hagenberg und Reichenstein.

Bemerkenswert ist das große Bild von Pregarten, auf dem noch beide Kirchen zu sehen sind.

Der auf der Postkarte ersichtliche Text lautet:

„3 km von Haus nördlich liegt im Thale der Feldaist, 418 m hoch, der Markt Prägarten (1216 E.) der schon im 13. Jhdt. als Mauthstation genannt wird, dann 1424 von den Hussiten zerstört, 1626 von den aufständischen Bauern verbrannt wurde. Die Umgebung ist reich an schönen …..“

(auf der Rückseite der Postkarte geht der Text weiter)

Jubiläen später feiern

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Das Museumsjahr 2020 ist zu Ende und trotz eines besucherruhigen Jahres sind wir positiv und optimistisch gestimmt.

„Wir haben trotz Corona viel bewegt und freuen uns schon auf die Fertigstellung der Fassaden- und Hofsanierung“, berichtet Kustos Obmann Reinhold Klinger. Im Museum gab es heuer keine einzige Veranstaltung und auch wegen der Gesundheitsauflagen war der Besuch sehr überschaubar.

Zwei Jubiläum stehen an. Nachdem im September 2020 das Jubiläum 25 Jahre Museum gefeiert hätte werden sollen, soll im März 2021 das Jubiläum 30 Jahre Verein begangen werden. Ob es möglich sein wird, werden die Coronazahlen zeigen. Eines stimmt jedoch positiv: „Mit dem sanierten Hof haben wir eine perfekte Ausweichmöglichkeit und können somit das Feiern ins Freie verlagern und ob wir unsere Jubiläen ein paar Monate früher oder später feiern, ist auch egal “, so Klinger.

 

25 Jahre Museum Pregarten

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Am 3. September 1995 wurde das Museum Pregarten eröffnet. Zu Beginn als Heimathaus Pregarten, später als Heimatmuseum Stadt Pregarten änderte sich der Name nach der Neuausrichtung des Museums auf Museum Pregarten.  Die ersten Jahre waren Pionierjahre in denen das Sammeln und Ausstellen alter Gegenstände im Mittelpunkt stand. Mit der inhaltlichen Neuausrichtung des Museums in den letzten Jahren erhielt das Museum drei Sammlungsschwerpunkte: Produkte der 1. OÖ Steingutfabrik in Prägarten, spätbronzezeitliche Hügelgräber von Unterweitersdorf und Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Region. Regelmäßige Sonderausstellungen und Veranstaltungen runden das Jahresprogramm ab.

„Heuer ist alles anders. Corona bedingt wurde der stets im September stattfindende Tag des Denkmals abgesagt. Und an diesem Tag hätten wir 25 Jahre Museum gefeiert“, berichtet Obmann Reinhold Klinger. Das Feiern wird nachgeholt und zwar mit der Eröffnung des Hofes im kommenden Frühjahr. „Auch beim Hof sind wir durch Corona etwas im Zeitplan zurück, jedoch die Freude über die Sanierung des Außenbereiches überwiegt“, ergänzt Bauchef Josef Hiden. Das Ehrenamt wird im Museum Pregarten großgeschrieben.

Renovierung im Hof des Lehnerhauses – LEADER Projekt

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Die Arbeiten an der Fassade und im Hof des Lehnerhauses in Pregarten sind wieder voll im Gange. Die hofseitigen Wände sind schon fertig und nun werden die Außenseiten in Angriff genommen. Der Putz ist schon entfernt und nun ist zu entscheiden, welche Sichtstellen offenbleiben sollen. So wie im Hof kommen auch an den Außenwänden Gesimse zum Vorschein und das Erdgeschoß des Stadels ist mit großen Granitblöcken gemauert.

Die Arbeiten verlangen auch Schwindelfreiheit, wenn der vierte Stock des Gerüstes erklommen werden soll. An der Giebelfront werden die alten Lüftungsschlitze freigelegt. Der Stadel erhält wieder seinen alten Charakter.

Josef Hiden, Leopold Irrendorfer und Helmut Wildberger haben schon unzählige Stunden für dieses LEADER-Projekt geleistet.

 

 

Tag X+10 : der 15. Mai 1945

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Am 5. Mai 1945 rückten amerikanische Truppen in Pregarten ein. 75 Jahre danach wollen wir in einem täglich ergänzten Eintrag an diese Tage erinnern, die in Pregarten besonders dramatisch verliefen. Denn schon nach einer Woche zogen sich die Amerikaner zurück und die Russen rückten nach. Genau in unserer Gemeinde, an der Bahnlinie, verlief die Demarkationslinie.

Berichte von Zeitzeugen haben wir auf zwei DVDs gesammelt. Sie sind hier erhältlich: http://www.museumpregarten.at/publikationen

Was geschah nach dem 15. Mai 1945 in Pregarten und Umgebung?

  • Über die nachfolgenden Ereignisse gibt es zahlreiche Publikationen, u.a. „Das Mühlviertel 1945 – Eine Chronik von Tag für Tag“ von Fritz Fellner, Edition Geschichte der Heimat oder die Zeitungseintragungen in anno.onb.ac.at. Ebenso die oben erwähnten Zeitzeugen-Interviews. Wir stehen für Auskünfte gerne bereit!

Was ist vorher geschehen

  • 15. Mai 1945: Die russischen Besatzer errichten im Meisl-Haus die Ortskommandantur. Im Pfarrhof wird ein Lazarett eingerichtet.
  • 14. Mai 1945: Amerikanische Soldaten übergeben 15.000 Soldaten der Wehrmacht an die Russen. Vom Lager Gallneukirchen werden die Gefangenen nach Pregarten eskortiert und betreten bei der Straßenkreuzung Zainze russisch besetztes Gebiet. Beim Marsch kommt es zu Exekutionen durch die Amerikaner.
  • 13. Mai 1945: Es wird zur Gewißheit, dass unser Gebiet russisch besetzt bleiben wird. Wer es nicht über die Demarkationslinie geschafft hat, läuft Gefahr, in russische Gefangenschaft zu geraten. Aber auch diejenigen, die von den Amerikanern im Lager Gallneukirchen festgehalten werden, befinden sich in trügerischer Sicherheit…
  • 12. Mai 1945: Eine Woche nach den Amerikanern, die sich über die Demarkationslinie zurückziehen, marschieren nun russische Truppen in Pregarten ein. Um 7 Uhr morgens gleicht der Marktplatz bereits einem Heerlager.
  • 11. Mai 1945: Russische Truppen rücken in Tragwein ein, Tausende Soldaten versuchen, über die zwischenzeitlich definierte Demarkationslinie an der Eisenbahnstrecke zu den Amerikanern zu gelangen. Die Chronik in der Wenzelskirche berichtet, dass in der Nähe des Friedhofs drei Soldaten zu Tode getrampelt wurden.
  • 10. Mai 1945: Während in der Gegend von Pregarten noch die Amerikaner das Sagen haben, verkünden in Sandl und Pabneukirchen russische Offiziere die bevorstehende Besetzung durch ihre Truppen an. Der Flüchtlingstrom Richtung Westen nimmt noch mehr zu, die Amerikaner haben in Gallneukirchen ein riesiges Gefangenenlager errichtet.
  • 9. Mai 1945: In Königswiesen gibt sich die SS erst an diesem Tag geschlagen. In Pierbach beschießen SS-Männer Bauernhäuser mit Leuchtkugeln. Zwei Anwesen brennen ab.
  • In Linz wird die Oberösterreichische Volkspartei gegründet.
  • 8. Mai 1945: Mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches geht der Krieg in Europa endgültig zu Ende.
  • 7. Mai 1945: Im Osten des Bezirkes leisten SS-Truppen noch immer Widerstand, in Königswiesen beschießen amerikanische Flugzeuge SS-Stellungen.
  • 6. Mai 1945: Im Raum Königswiesen findet das letzte größere Gefecht des 2. Weltkriegs im Mühlviertel statt. Die Gegend um die Pfahnlmühle und das Marktgebiet im Bereich der heutigen Tragweiner Straße sind gefüllt von Fahrzeugen der Deutschen Wehrmacht. Tausende Soldaten versuchen, das Gebiet Richtung Westen und damit weg von den anrückenden russischen Truppen zu verlassen.
  • 5. Mai 1945: Um 9.30 Uhr fahren die ersten amerikanischen Panzer im Ort ein. Bürgermeister Fröhlich, Volkssturm-Kommandant Walkner und Gendarmerieinspektor Augustin sind vereinbarungsgemäß den Befreiern entgegen gegangen, Pregarten wird daher kampflos eingenommen. Es wird berichtet, dass der belgische Zwangsarbeiter Peter Gregoire von den Amerikanern als Verwalter eingesetzt wird.
  • Die Konzentrationslager Mauthausen und Gusen werden am selben Tag von den Amerikanern befreit.
  • 4. Mai 1945: Ein Lastzug mit Munition wird im Taleinschnitt bei Pregartsdorf von amerikanischen Tieffliegern beschossen und so schwer getroffen, dass die Ladung explodiert und schwere Beschädigungen am Bahnkörper verursacht. Im Gedenkbuch der Gemeinde wird weiter berichtet, dass ein Zug mit Verpflegung für Soldaten im Bahnhof steht. Die ganze Nacht hindurch wird die Verpflegung geborgen und im Kaufgeschäft Meisl und in der Bäckerei Bodingbauer zwischengelagert. Um die Flakstellung in Lichtenberg wird erbittert gekämpft. 17 Soldaten fallen am vorletzten Kriegstag diesem sinnlosen Verteidigungsbefehl zum Opfer.
  • 3. Mai 1945: 2000 Mann der Wlassow-Armee (Russenfeindliche Ukrainer) marschieren durch Pregarten Richtung Gutau.
  • 2. Mai 1945: Gauleiter Eigruber besteht darauf, die Straßensperren besetzt zu halten. Ortsgruppenleiter Sandhöfer trifft Vorbereitungen zu seiner Flucht, Bürgermeister Fröhlich und der Kommandant des Volkssturms Pregarten besprechen die kampflose Übergabe des Marktes (Quelle: Gedenkbuch der Marktgemeinde Pregarten, Lorenz Hirsch)
  • 1. Mai 1945: In der Volksschule wird ein Lazarett eingerichtet.
  • 30. April 1945: Adolf Hitler begeht Selbstmord. Im Oberen Mühlviertel werden viele Orte von den Amerikanern, die schon bis Wegscheid vorgerückt sind, beschossen.
  • 29. April 1945: Französische Truppen marschieren in Vorarlberg ein. Die Amerikaner rücken dem Mühlviertel näher, in Passau werden im Abwehrkampf die Brücken gesprengt.
  • 28. April 1945: Der Rauchfangkehrer Hanausek wird von der SS verhaftet. Ob er schon in Pregarten ermordet wurde oder – wie im „Gedenkbuch der Marktgemeinde“ vermerkt ist – in das KZ Mauthausen gebracht wurde und dort umkam ist bis heute ungeklärt. Hanausek war ursprünglich NS-Sympathisant gewesen, dann aber bis zuletzt ein offener Gegner des Regimes.
  • 27. April 1945: Der Zugverkehr nach Linz ist eingestellt. In Wien bildet Karl Renner mit Zustimmung der Sowjets eine provisorische Regierung. Besonnene Menschen sprechen sich ab, um eine kampflose Übergabe ihrer Orte vorzubereiten, während Gauleiter Eigruber durch das Mühlviertel reist, um die Verteidigungsmaßnahmen zu kontrollieren. Die letzte Ausgabe der „Oberdonau-Zeitung“ erscheint.
  • 26. April 1945: Eine neue Verteidigungslinie gegen Osten wird definiert: von Enns über das Aisttal zum Stampfenbach soll der Vormarsch der sowjetischen Truppen aufgehalten werden. Der Volkssturm in Pregarten übt noch den Kampf mit der Panzerfaust, dabei wird ein Mann getötet.
  • 25. April 1945: Zahlreiche Zivilisten sterben beim letzten großen Fliegerangriff auf Linz. Die Fliegerabwehr in und um Linz fordert auch Opfer unter den Angreifern. In Selker geht ein Flugzeug nieder, am Aschberg springen 8 Besatzungsmitglieder eines Flugzeugs mit dem Fallschirm ab. In Schedlberg stürzt ein amerikanischer Soldat ohne Fallschirm in den Garten eines Hauses.
  • 24. April 1945: In Freistadt werden fünf Männer vom Volkssturm abgeholt und in der Gegend des Jaunitzbaches erschossen. Vier von ihnen waren Funktionäre, Mitglieder oder auch nur Sympathisanten der Sozialdemokraten gewesen. Der fünfte war ein polnischer Zivilarbeiter in Freistadt.
  • 23. April 1945: Die vorletzte Kriegswoche in unserer Gegend beginnt. Im befreiten Wien erscheint die erste Ausgabe der Zeitung „Neues Österreich – Organ der demokratischen Einigung“. Die Herausgeber sind eine bunte Mischung quer durch die weltanschauliche Landschaft : Universitätsprofesser Dr. Arzt, Gen.Dir. Ceija, Ing. Leopold Figl, Ernst Fischer, Monsignore Fried, Paul Hörbiger, Minister a.D. Schumy, Stadtrat Speiser
  • 22. April 1945: Im Gasthaus Hauser (heutiges Raika-Gebäude) amtiert eine SS-Polizei-Abteilung. Sie macht Jagd auf Soldaten, die sich auf den Weg heimwärts gemacht haben.
  • 21. April 1945: Im Osten Österreichs, der von den Sowjets besetzt ist, erscheint die „Österreichische Zeitung – Frontzeitung für die Bevölkerung Österreichs“. Sie berichtet über die nahekommende Vereinigung der Fronten in Ost und West – nachzulesen unter: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19450421
  • 20. April 1945: Während Reichsminister Goebbels dem Führer an dessen Geburtstag überschwänglich huldigt, berichten die Zeitungen über den bolschewistischen Ring, der sich immer enger um Berlin zieht. Verdunkelung von 21.00 – 5.30 Uhr ist angeordnet.
  • 19. April 1945: Trotz der ernsten Lage sind in Linz noch 7 Kinos geöffnet, deren Namen älteren Menschen auch heute noch etwas sagen, z.B. Kolosseum, Lifka, Klangfilm, Zentral; auch im Landestheater und den Kammerspielen sind Kinos eingerichtet; im Gasthof Hönes (wahrscheinlich der Gasthof „Zum Englischen Garten“ in Scharlinz) wird das Bauernlustspiel „Die fidele Wallfahrt“ angekündigt.
  • 18. April 1945: Gauleiter Eigruber spricht wieder über den Rundfunk zur Bevölkerung: „Die Stunde des entscheidenden Kampfes ist gekommen“ und berichtet, dass die ersten zwei Fahnenflüchtigen auf der Brücke in Enns hingerichtet wurden. Die anrückenden „bolschewistischen Untermenschen“ seien „keine Menschen, sondern Tiere aus der asiatischen Steppe“. Die Zeitung ist nachzulesen unter: anno.onb.ac.at
  • 17. April 1945: Die „Oberdonau-Zeitung“ gibt Tipps, wo man am Wegrand Gemüse findet: die Sprossen von Löwenzahn, Spitzwegerich, Brennessel und Sauerampfer werden empfohlen
  • 16. April 1945: Die Lage in Pregarten ist (noch) unverändert, in Wien wird die ÖVP wieder gegründet
  • 15. April 1945: SS-Polizei übernimmt den Sicherungsdienst in Pregarten; von Seiten der Gauleitung werden Durchhalteparolen ebenso wie Drohungen gegen Zweifler am Endsieg ausgegeben
  • 14. April 1945: Die Situation in Pregarten ist weiterhin von Flüchtlingen aus vielen Ländern geprägt.
  • 13. April 1945: Der Flüchtlingsstrom aus dem Osten wächst ins Unermeßliche, in der Volksschule (heute das Gebäude „Wohnen am Park“) sind Sudetendeutsche untergebracht